Ein später Frühling

Es ist Spätsommer bei uns auf der Nordhalbkugel, als sich Frühlingsgefühle bei ein paar unserer Doggenliebhabern einstellen.

Das Leben schien so unbeschwert und doch gibt es da immer wieder diesen lästigen Zwist mit den Anderen. Andere Doggenfreunde natürlich. Sie wollen immer alles anders. Dabei ist es doch gut so wie wir das machen.

Ach weißt du was, dann sollen SIE es doch selber machen. Sie werden schon sehen was passiert, wenn wir erst weg sind……..

So, oder ganz ähnlich, wird es sich wohl in den Köpfen des alten Vorstandes und ein paar ehemaligen Mitgliedern unserer Ortsgruppe Bad Salzuflen zugetragen haben. Bitte versteht uns nicht falsch, über Schuld wollen wir hier gar nicht reden. Schuld zeigt sich im Gesicht des Schuldigen, sagte Opa immer, aber auch den wollen wir nicht suchen. Nein, nicht Opa, den Schuldigen! Man stelle sich vor wir werden fündig, was sollen wir dann nur mit ihm anfangen?! Also wird geregelt, was es zu regeln gibt und so trennen sich dann unsere Wege.

Ach so – WIR – wir sind „die Anderen“. Und wir sind unterwegs…..

Auf zu neuen Ufern

Mit unseren Doggen natürlich und mit viel Spaß. Klar war das komisch, als Übungsleiter Horst auf den Platz kommt und uns wissen lässt, dass er jetzt der Vorstand der Ortsgruppe ist. Kommissarisch versteht sich. Horst, das ist Dr. Horst Hollensteiner und er ist der Vorsitzende der Landesgruppe Westfalen, zu der auch wir gehören. Und weil ja nun unser Vorstand weg ist, muss Horst bis zur nächsten Wahl für uns als Vorstand herhalten. Aber ganz ehrlich, besser hätten wir es gar nicht treffen können. Dank seiner jahrelangen Erfahrung, kennt er jedes Prozedere, alle Pflichten und Termine. Um ehrlich zu sein, wir können nicht behaupten der alte Vorstand hätte uns im Stich gelassen, dazu müssten wir ja in der Patsche sitzen und das tun wir nicht. Dank Horst!

Außerdem sind da ja auch noch die Mitglieder, die weiter in unserer OG geblieben sind und gemeinsam werden wir die Dogge schon groß kriegen!

Lecker Essen mit Gespräch

Als erstes treffen wir uns natürlich an einem typischen Ortsgruppen-Abend. Warum auch nicht, lecker Essen mit Freunden und ein Bierchen dazu, es gibt wohl Schlimmeres. Es ist ein wirklich schöner Abend, denn nach dem wir uns alle auf Hiobsbotschaften eingestellt hatten, müssen wir schnell erkennen, dass der alte Hermann wohl Recht hat.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“

hat er gesagt (Hermann Hesse, Stufen). Recht hat er und wir zaubern jetzt mal los. Schnell haben wir die offensichtlichsten Baustellen zusammengetragen und für jede jemanden gefunden, der sich darum bemühen wird.

Das ist Gemeinschaft, so wie wir sie genießen dürfen. Und alle freuen sich drauf.

Freunde – es ist Oktober!

Oktober – Zeit des Erwachens! Die Blümchen bereiten sich auf den Winterschlaf vor und die ersten Bäume fangen an sich umzuziehen, grün ist jetzt auch echt mal aus der Mode. Es wird also Zeit sich auf die Baumarkt-Saison vorzubereiten. Neue Sägeblätter holen, einen Spatenstiel und vielleicht ist noch ’ne neue Axt für die nächste Brennholz-Session drin. Was liegt da näher, als ein Samstagsausflug in den nächstgelegenen Baumarkt.

Gesagt getan, wir treffen uns am Samstag morgen und ab geht es mit einem Rudel Doggen-Welpen nach Lemgo. Wollen doch mal sehen was die anderen Kunden da für Augen machen, wenn unsere Kleinen durch die Gänge toben.

Und dann DAS!

Weinachtsdekoration! Und sie wird nicht etwa eingeräumt, nein es ist bereits alles fertig arrangiert, so als wäre nächste Woche Weihnachten. Und einen Gang später, die Katastrophe. Ein Weihnachtsmann – auf einer Bank. Wenn es hier nur noch gefühlte 5 Tage bis Heiligabend sind, hat der dann nichts besseres zu tun, als hier auf der Bank zu sitzen?

Nach dem ersten Schock, zumindest für ein paar der Menschen, machen wir aus der Not eine Tugend, und drapieren die Kleinen und Großen mit Mensch zum Weihnachtsfoto.

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass der ein oder DIE ANDERE mit so was gerechnet hat.

Ein bisschen Winterschlaf

Der Hundeplatz ist nass und kalt und wann immer Frau Herrchen oder Herr Frauchen die treue Dogge nach Draußen zerrt, freiwillig macht sich Prinzessin ja nicht die Füße dreckig, landen beide tief im Matsch. Natürlich ist er folgsam, unser liebster Begleiter, das haben wir ja fleißig geübt, aber vorm Ofen scheint es doch ein wenig gefälliger. Also schnell das gelbe Wasser weggestellt und schon wird solange abgebogen, bis die Haustür naht.

Die Kleinen auf dem Weihnachtsmarkt

Der Hamelner Weihnachtsmarkt. Er ist wirklich schön, und sonst wie die anderen auch. Laut, voll und rücksichtslos! Also genau der Ort zu dem wir mit dem jüngsten Wurf unserer Ortsgruppe und ein oder zwei fast schon großen Doggen wollen.

Der Teil mit den Parkplätzen, der ist irgendwie in die Hose gegangen. Hameln zeigt sich in bester Pracht und versucht aus seinen nicht vorhandenen Nähten zu platzen. Um so erstaunlicher ist dann der Weihnachtsmarkt selbst. Kaum dass wir die Innenstadt erreichen, sehen wir in nicht allzu weiter Ferne … Menschenmengen. Wie sie an den Marktständen stehen, von einem auf den anderen Fuß tippeln und Unmengen Eßbares und Glühwein vernichten, Neugier durchströmt unsere kleinen Vierbeiner und uns ein wenig der Respekt. Aber so weit wir auch laufen, scheinen wir nie die Menschen zu erreichen. Immer wenn wir an einer Traube Menschen anzukommen scheinen, metamorphiert sie auseinander wie ein Schwarm Heringe wenn der Feind naht. Naja, vielleicht sollten wir die großen Doggen etwas weiter hinten laufen lassen.

Die Reaktion der Menschen auf dem Markt könnte schöner nicht sein. Wir kommen kaum voran, weil immer wieder Kinder und Erwachsene unsere Hunde bewundern. Und  es wird natürlich gestreichelt wie auf einer Olympiade, des Hundes größtes Glück.

Es tut ihm wirklich leid

Es ist der 24. Dezember 2017, Heilig Abend!

In unseren Häusern herrscht reges Treiben. Überall wird noch eingepackt und wie versprochen, bereiten wir unsere kleinen Vierbeiner darauf vor den Weihnachtsmann zu empfangen. Braf sitzen sie also vor der Haustür und warten auf das Stampfen der Hufe und Rudis rot leuchtende Nase. Aber irgendwie war das Ziel nicht für alle unsere kleinen Doggen das gleiche. Einer jedenfalls stürmt auf einmal durchs Haus, denn da ist etwas. Etwas was da sonst nicht ist. Was Neues! Und nur eine Minute später wissen wir auch alle was es war.

Na, hoffentlich gibt es nächstes Jahr trotzdem wieder Geschenke.

Und Horst, falls Du doch der Weihnachtsmann bist (Anm. des Autors: Einige unter uns vermuten so etwas), er hat es wirklich nicht so gemeint, er wollte Dir nur aus der Jacke helfen.

Entschuldigungsgedicht

Lieber, guter Weihnachtsmann,

Ich kuck‘ Dich gar nicht böse an,

auch wollt‘ ich Dich mit nichten fressen,

hast Deine Mütze hier vergessen!

 

Und wenn Du gleich zuhause bist

und da den Osterhasen triffst,

kannst Du mich bitte nicht verpetzen,

den möcht‘ ich auch ein wenig hetzen.

von Vlóki in Flagranti

Silvesteressen mit Hund

Silvester! Der Rummel um den letzen Unfall ist vergessen und vorbei. Unsere Truppe trifft sich zu einem geselligen Mittagessen auf dem Hundeplatz und genießt Kadels hausgemachte Gulaschsuppe. Unsere Hundehütte, so nennen die anderen den Unterschlupf auf unserem Hundeplatz, ist mollig warm und beherbergt uns in den kurzen Pausen und beim Essen. Draußen auf dem Platz spielen wir „Doggen-Mikado“, wer als erster Lacht bekommt die Dogge von seinem Nachbarn und muss die Grundübungen auf dem Platz ablaufen. Zu unser aller erstaunen laufen die Hunde neben uns als hätten sie nie etwas anderes getan. Sie orientieren sich an dem Menschen am anderen Ende der Leine und befolgen dessen Befehle, als wäre es das normalste der Welt. Diese Gemeinschaft hat sich nicht nur unter den Menschen gebildet, auch die Doggen zeigen, dass wir eine gute Truppe sind und irgendwie alle zusammen gehören. Ich freue mich auf das neue Jahr mit Menschen wie euch!

Ich bin übrigens der große Schwarze, der kleine schwarze ist Carlo und rechts, das ist Horst.

Und ich schwöre euch, der hat vor einer Woche noch beruflich rot getragen, irgendwann gibt er es zu.

Ein Frohes Neues an alle Hundeliebhaber und Postboten

Messeschau Giessen am 25.02.2018

Ein guter Ort unsere Schönsten vorzuführen. Naja, zumindest wenn man davon absieht 2 x 250 km im komfortablen Bulli absitzen zu dürfen. Also raus aus den Federn, die Dogge geweckt und erstmal das besonders geknautschte Hundegesicht mit einer Tasse Kaffee geniessen. Unseren Nicht-Doggenbesitzern sei gesagt, eine Dogge hat mehr Ausdrucksformen als Dogtari sie je zeichnen könnte und man kann sie alle gut unterscheiden. Nachdem mein Zerknautscht-Gestromt sich also mit Bewegung mitten in der Nacht anfreunden kann, trollen wir uns zum Auto und machen uns auf zum ersten Treffpunkt, wo das nächste Herrchen schon mit seinem Mantel vor der Tür steht und wartet. Alles umpacken in den Bulli, kurz fluchen, weil der Wasserkanister jetzt voll bei mir zuhause vor der Haustür steht – Vorbereitung ist alles, wenn mann sie nicht stehen lässt – und ab mit unseren beiden Lieblingen in den Bulli. Sitzheizung ich liebe Dich, rollen wir los in Richtung Giessen-Messe. Dort angekommen erkunden unsere Kleinen erstmal den Parkplatz und die Grünstreifen, während zwei erwachsene Männer zur heiligen Cloacina beten, der Schutzgöttin der Abzugskanäle und Kloaken, dass die Köter sich bitte jetzt erleichtern und nicht etwa den Schaulustigen am Ring durch kleine Häufchen am gänzlich falschen Ort den Tag versüßen. Kurz noch anmelden, Leckerli und Gutscheine abgreifen – vielen Dank dafür an das Ausstellungsteam der OG-Giessen – und schon lassen wir uns von der Location beeindrucken.

Die Messehalle in der heute zwei Hundeschauen laufen bietet angenehm viel Platz für Aussteller, Tiere und Zuschauer und so machen wir es uns gemütlich bei unserer OG-Familie, die schon die vordere linke Ecke des Rings für uns erobern konnte. So bei einander lässt sich der Tag doch schön gestalten. Die Hunde sind gut zufrieden, auch wenn den jungen Rüden das vielfältige Angebot schöner Hündinnen wohl anzumerken ist. Die Jagdspaniel am anderen Ende der Messehalle fallen unseren Doggen nicht wirklich auf, wobei ich mir sicher bin, dass die ein oder andere Dogge sich fragt, wie man so klein sein und trotzdem schon so lange Haare haben kann.

Da erschallt auch schon Erikas Stimme zur Begrüßung, es muss dann wohl 10:00 Uhr sein. Horst Fischbach tritt in den Ring und die ersten der Jüngstenklasse werden erst von ihren Ausstellern ein wenig zu-gerichtet und dann von Horst, zum Glück aber keiner hin-gerichtet – metaphorisch gesprochen, versteht sich.

Es lässt auch nicht lange auf sich warten, da können wir bereits den ersten Sieg erringen und ergattern uns ein schniekes vv1 mit späterem BAF für unsere Masha vom Hollenstein. Stolz zeigt Evi den Nachwuchs aus dem eigenen Stall, aber nur kurz, dann wird die Ausstellnummer getauscht und es geht mit der nächsten Dogge durch den Ring. Es folgen die schwarzen Rüden aus der Jüngstenklasse, Mien vom Hollenstein macht seinem Zwinger alle Ehre, schafft es aber mit seinem vv3 nicht ganz an die Spitze, was auch daran liegt, dass dort schon sein kleiner Bruder Major vom Hollenstein mit seinem vv1 für unsere OG thront. Dann Jugendklasse Gestromt, zuerst die Mädchen. Queen Hannah vom Dünner Land startet und das gleich durch. Mit einem V1 und den entsprechenden Anwartschaften CAC-J und VDH-J zeigt sie wo sie hin will, nimmt dann den direkten Weg zum BAF um am Ende zu zeigen, dass sie diejenige ist, die BIS und damit den Tagessieg inne hat. Meinen Glückwunsch junge Dame, gut gemacht. Dann die Rüden, easy going, unser Vlóki in Flagranti belegt konkurrenzlos den ersten Platz und erhält V1 mit CAC-J und VHD-J. Danke liebe Evi, auch mein Hund hatte viel Spaß mit dir.

In all’ dem Trubel hab ich die Reihenfolge nicht mehr so ganz auf dem Schirm, auf jeden Fall durfte Evi zwischendurch auch mal ihren eigenen Hund F`Vulcanno of Pink House vorführen. Zielsicher schnappt auch er sich das V1 mit R-CAC und VDH, wenn auch noch nicht für unsere OG, aber das ändern wir ja gerade.

Fazit des Tages, Petra kann vor Tränen kaum aus den Augen kucken und vor Rührung nur schwer Sprechen, die Decken der Händler sind hässlich oder teuer, die Halsbänder zu eng und das Fleißbienchen geht an Evi, die ihren persönlichen Ausstellungsrekord feiern konnte. Wenn ich mich nicht verzählt habe durfte sie mit 7 Doggen etwa 12 mal durch den Ring wetzen und Hunde gut aussehen lassen. Evi: „Das kannst du wie kein Zweiter, Dankeschön, du bist die Beste!“

Dann geht alles sehr schnell, alles einpacken, Hunde in die Boxen und ab nach hause. Das VW-Navi sagt 264 km in nur 5 Stunden und 34 Minuten, ein Klacks………..What!? Das iPhone meint wir schaffen es in 2h30, genau so wie den Hinweg. Wir beschliessen der VW-Dame die Gelegenheit für einen Fernkurs „Karten lesen & verstehen“ zu geben und rollen schon mal los, in der Hoffnung, dass es sich bei Madame iPhone nicht um Parthenope handelt, die uns in die Irre lockt.

Als wir endlich zu hause sind fällt mein kleiner Gewinner in sein Körbchen und lässt mich wissen, dass er jetzt erstmal mit Träumen beschäftigt ist. Total geschafft gibt er hin und wieder ein Knurren oder Knuffen von sich, mal ein Fiepen und der ein oder andere Ton lässt mich vermuten, dass ihm die Ladies nicht so ganz entgangen sind. Schlaf gut und Träum schön, ich hab dich lieb.

Und die nächste Ausstellung kommt bestimmt.

Hupla räumt auf

Arbeitseinsatz im März

Auch wenn den Krokussen noch die Knolle friert, gut gerüstet und motiviert ziehen die Helferinnen und Helfer am ersten Märzwochenende los und sagen dem Dreck und Schrott auf unserem Hundeplatz den Kampf an. Die Maulwürfe kämpfen mit unfairen Mitteln und lassen vom plötzlichen Wintereinbruch ihre Hügel gefrieren, aber auch das hält unsere tapferen Helfer nicht davon ab die Reste der neulich geschnittenen Kopfweiden in die Altholzzone zu verfrachten. Unter dessen wird von Heerscharen fleißiger Hundefreunde die Hütte entrümpelt, die Außenflächen gereinigt, Schränke neu organisiert, die Küche demontiert und vieles mehr. Auch im Unterstand wuseln flinke Hände durch den Unrat, sortieren, putzen und entsorgen was immer ihnen unter die Augen kommt und so erringen wir einen heroischen Sieg über die Hinterlassenschaften von Vergänglichkeit und Müßiggang.

Ein ganz besonderer Dank soll an dieser Stelle noch einmal an all’ unsere Freunde des Pfotentreffs gehen, die in großer Zahl und sehr motiviert erschienen sind. Vielen Dank für euer Engagement an allen Stellen wo Hilfe gebraucht wird. Egal ob beim Schleppen, Fegen, Räumen, Lachen, Bratwurst Grillen oder Essen, ihr seid uns eine große Hilfe und wir freuen uns schon auf unser nächstes Event mit euch, was auch immer es sein wird, auf jeden Fall wird es lustig sein! Also:

D A N K E   S C H Ö N !!

Auch wenn jetzt immer noch einiges zu erledigen ist, so ist gut zu erkennen dass schon ein großer Fortschritt erzielt werden konnte. Also tapfer bleiben, wir rocken das!

23. Wartburgschau am 22.04.2018

Um es mit den Worten von Herbert Knebel zu sagen: „Boh, leck mich am Arsch – is dat eine geile Location!“ aber angefangen hat alles schon etwas früher.

Früh trifft es leider sehr gut, um nicht zu sagen mit 04:15 Uhr aufstehen auf den Punkt. Und dabei bin ich noch nicht mal der Schlafloseste dieser Nacht. Ein paar von uns können entweder nicht mehr schlafen oder müssen vor der frühen Abfahrt, 06:00 Ortszeit im Schnitt, noch einiges an Tieren versorgt haben und sind also schon länger wach. Schlussendlich hält die aufkeimende Nervosität aber alles am Laufen und wir starten gut in den Tag. Der Bulli bedarf keiner Erwähnung mehr, er ist genauso luxuriös wie schon bei der Fahrt nach Gießen und die beiden Schlafmützen in Doggenform sind auch wieder mit dabei. Der Fahrdienst hat sich durch ein Rundum-Sorglos-Paket nicht nur verbessert, nein er sieht dabei auch noch deutlich besser aus als bei der Gießentour. So ist der Bulli diesmal schon vorgeheizt und es gibt lecker belegte Brote, Cocktail-Tomaten und frische Erdbeeren für die Tour, gereicht mit wahlweise Cappuccino, Wasser, Cola oder Apfel-Rhababer-Schorle. Allein die Reisezeit lässt sich so schon genießen, dass man fasst bereut jemals anzukommen.

Eine Pause legen wir zwischendurch noch schnell ein, damit Zwei- und Vierbeiner sich kurz bewegen und bei Bedarf etwas erleichtern können. Ein ganz schöner Rastplatz, fanden wohl auch andere Doggenfreunde, die sich kurz nach uns in die Parkreihe stellen, um ihre Hunde noch eben auszuführen. Also laufe ich einmal schnell rüber, empfangen von erwartungsvollen Blicken, und frage in welcher Altersklasse denn die Kleinen starten werden. Ein Duzend Füllwörter später haben auch diese Aussteller herausgefunden, dass auf diesem Parkplatz, zu dieser Zeit, mit ein paar Doggen an der Leine wir vermutlich das gleiche Ziel haben. Erfolgreich die Mitbewerber verwirrt schleiche ich mich also wieder zum Bulli und wir schießen zurück auf die Autobahn.

Angekommen in Wutha bringt uns das Navi zum Ausstellungsort, allerdings nicht ganz ohne die Hilfe eines Anwohners, der vor seiner Garage sein Auto ausräumt und bei jedem vorbeifahrenden Auto gelangweilt liebevoll in Richtung des Ausstellungsplatzes deutet. Den letzten Weg zum Schlosspark entlang sehen wir an der linken Seite, einige Meter unter uns, schon ein paar bekannte Gesichter. Wir fahren also weiter, in der Hoffnung uns hier nicht in den Tot stürzen zu müssen und kommen schnell ans Ende unserer Straße, wo wir viele Gleichgesinnte in einer Wende-Caravane treffen und schonmal fröhlich Begrüßungen austauschen. Dann also wieder etwas den Weg zurück und mit Erleichterung stellen wir fest, dass der vermeintliche Abhang ein ganz annehmbarer Weg runter zu den Parkplätzen ist. Der erste Überblick über die Anlage offenbart ein ruhiges Ambiente mit großzügigen Flächen zum Parken, Laufen und Trainieren. „Schön!“ geht mir so durch den Kopf, während die Fahrdienstleitung mich und den Bulli in Parkposition bringt.

Das Ausladen geht, dank der Nähe zur Veranstaltungsfläche, ausgesprochen schnell und, da der Zwinger vom Dünner Land in gewohnter Mannschaftsstärke schon vor Ort die Platzreservierung erfochten hat, startet diese Ausstellung wie bisher keine Zweite, entspannt mit einer Tasse Kaffee, im Schatten gut durchlüfteter Pergolen, unter denen wir mit unseren Hunden chillen. Danke Heidi und danke Petra. Und natürlich auch danke Edith, dass Du uns so schön mit reingeschummelt hast, in eine Profitruppe erfahrener Aussteller, das erspart uns so viele doofe Erfahrungen.

Bevor ich mit der Lobhudelei über die OG Eisenach mit ihrer tollen Kaffeeküche, einer schönen Grillhütte und appetitlich sauberen Toiletten ganz zu Ende bin, hätte ich aber eine kleine Bitte an sie. Eigentlich sind es drei, aber dafür dürft ihr dann auch mein Tablett behalten, das ich bei euch vergessen habe. Da wäre also gerne ein Schildchen mehr, als Richtungsweiser wo es den Hang hinab zu euch geht, es sei denn die Einwohner Wuthas feiern das Wenderitual der Ausstellungserstlinge, dann sei es ihnen gegönnt. Bitte Nummer 2 & 3 kommen später.

Neugierig durchstreife ich mit meiner Nase den Duft des frischen Kaffees in meiner Hand und mit meinen Augen die Gegend auf der Suche nach einem Menschen, dessen Stimme und vor allem dessen überspringende Stimmung mich bei der telefonischen Anmeldung völlig fasziniert hat. Und da ist Sie. Let the Show begin, schnappt sich Gudrun Vogel das Mikrofon und begrüßt alle Anwesenden auf das Allerherzlichste zur 23. Wartburgschau. Ich erwische mich mit einem Lächeln im Gesicht. Diese Dame hat mit den ersten fünf Worten schon wieder gute Laune verbreitet und dabei weiß ich nicht mal mehr welche fünf das gerade waren. Hier kommt nun Bitte Nummer zwei, die Beschallung. Es ist, perfekt auf die Bedürfnisse der unter den Pergolen liegenden Doggen abgestimmt, ……sehr leise. Man muss schon sehr konzentriert dem Geschehen auf dem Platz folgen um die Bewertung der guten Frau Förtsch zu verstehen, was mir als Anfänger, entsprechend nervös, nur bedingt gelingt.

Bevor nun Romana mit den ersten Ausstellungsstücken warm läuft, gibt es noch ein paar Worte des hiesigen Bürgermeisters, der sehr erfreut über die große Resonanz der Ausstellung ist und im Übrigen den Preis für Best in Show spendiert. Dann die Übergabe des Mikrofons an das alles entscheidende Moment des Tages, an die Herrin über Glück und Unglück, Freud und Leid. Romana beginnt also mit den ersten Bewertungen und in unserer OG-Ecke spielen wir schon mal Katalognummern-Quartett. Jeder legt seine Startnummer auf den Tisch und die niedrigste gewinnt, denn das ist dann der Erste, der in den Ring muss. Evi läuft sich also ein, übergibt ihre Lieblingsleine an Verena, die ihren Schönsten nochmal streichelt und sich dann mit ihm auf in Richtung Ringeingang macht. Getreu dem Motto, „Mit einer Profi-Ausstellerin zum Sieg!“ machen Evi und Nabuco den Ring für sich zur Bühne und holen als Warm-Up das vv1. Zwinger vom Hollenstein sichtlich zufrieden mit dem Nachwuchs, Hundemutti Verena den Tränen nahe gelingt so ein schöner Start in den Wettstreit.

Zweitniedrigste Katalognummer ist die 15 und damit darf die schönste Dogge der Ortsgruppe, in den Ring. Na gut, zumindest die Schönste der gestromten Rüden in der Jugendklasse. Jugendklasse, also durchaus mal Kandidaten, deren Proportionen nicht dem Rassestandard nach ausgewogen ausgeprägt sind, obwohl uns Queenchen vermutlich das Gegenteil beweisen will. Diesmal sogar mit Konkurrenz, zeigt sich Vlóki in Flagranti im Ring souverän in der Durchführung. Bei der Beurteilung durch Romana erreichen wir auch hier den Gruppensieg, nicht zuletzt dank der Präsentation durch Evi. Diesmal lässt es sich die Richterin nicht nehmen, den Herrn Mitaussteller darauf hinzuweisen, dass er Potential habe und vielleicht doch mal etwas üben möge. Vlókis Sieg wird mit einem SG1 formuliert, was im Allgemeinen wohl die Formwertnote „Sehr Gut“ bedeutet, hier aber die Auszeichnung zum „Supergoof“ ist. Dabei bemerkt das erfahrene Auge des Wertungsrichters, dass es sich bei diesem etwas trottelig wirkenden Rüden in Wirklichkeit um ein ganz besonderes Exemplar handelt. Frisch zum Superhelden gekürt also, verlassen Evi und der Sack voller Unzulänglichkeiten stolz den Platz und Hund und Herrchen können sich endlich wieder in die Arme fallen.

Weiter geht es in der Ausstellung und Major vom Hollenstein kommt zu seinem Auftritt. Leine und Katalognummer schnell gewechselt wird Major, natürlich von Evi, den Zuschauern vorgeführt und muss gegen zum Teil deutlich ältere und damit enorm bevorteilte Rüden punkten. Ausstrahlung, Haltung und Eleganz führen ihn dabei direkt zum V2, was einen grandiosen Platz in seiner Gruppe darstellt und von unserer Ringfotografin, gut in Szene gesetzt, festgehalten wird. Wie schon in Gießen lässt er dabei auch seinen Bruder Mien vom Hollenstein hinter sich. In dieser Runde gibt es dann auch den ersten Unmut und ein sichtlich unzufriedener, selbst ausstellender Besitzer verlässt unglücklich den Ring. Fast schon sieht es so aus, als würde hier nicht sein Hund sondern eher der Aussteller das Rennen verlieren, da bin ich doch sehr froh, dass ich meine Lieblingsdogge nicht selber Ausstelle, sondern im richtigen Moment am Rand der Veranstaltung Faxen mache damit er sich, auf der Suche nach mir, optimal präsentiert. Danke schön Evi!

Gleich danach darf sich Majors Schwesterchen, Masha vom Hollenstein, präsentieren. Pure Eleganz in gefleckt begibt sich also in den Schaubereich und vermacht ihrer Besitzerin ohne zu zögern ein weiteres V1, welch schönes Tier. Zu guter Letzt folgt in der Ausstellerei der Jugendklassse noch Queen Hannah vom Dünner Land. Süß, lieb, schön und gestromt schawänzelt sie durch den Ring und heimst ein V1 ein wie Marilyn Monroe einen amerikanischen Präsidenten.

Es folgt die erste längere Pause für uns. Die Hunde spielen, Herrchen legt sich auf den Boden und macht eine Unterbodenkontrolle bei seinem Rüden und die drei Damen der anderen Tischseite tuscheln leise über den Geisteszustand der dort unten liegenden Pappnase – Ich finde schon noch raus was ihr da ausgeheckt habt.

Die Mittagspause droht und ich beschließe mich mit Original Thüringer Rostbratwurst blöd zu fressen. Hier kommen wir zu meiner dritten Bitte. Also die Thüringer ist ja die Messlatte aller Bratwürstchen und ich kenne keine andere, die da je einen Vergleich auch nur wert gewesen wäre. Zusammen mit dem guten Bautz‘ner Senf – unschlagbar! Hinter der Theke am Grill steht die geballte Kompetenz in Sachen Zubereitung und so halte ich das Non plus Ultra der Mittagsverpflegung in meiner Hand und verfalle Geschmack, Temperatur und Bräunungsgrad. Was da noch fehlt? Na das die Anwärter hinter mir auch noch eine bekommen, bevor die Sonne den Boden küsst. Dem leisen Gemecker hinter mir kann ich entnehmen, dass es sich um ein eher traditionelles Problem handelt, auf das man sich schon jedes Jahr freut und da würde doch etwas mehr genutzte Grillfläche Wunder wirken. Grillfazit des Tages: Die Wurst war der Götter würdig und Jindar mag keinen Senf.

Pause vorbei, Hunde in den Ring, hilft mir mein Tinnitus nicht wirklich beim Verstehen der Wertungsdetails. Höre ich doch Romana sagen, die Hündin da vor ihr habe einen etwas trockenen Hals. Naja denk ich mir, steht halt kein Napf im Ring und frage mal unsere alten Hasen, was sie denn wohl wirklich gesagt haben könnte oder ob wir vorm Ausstellen noch ‘ne Runde durch den nebenliegenden Teich drehen sollten, damit die Hunde nicht so trocken dastehen. Ein kleines Schmunzeln zieht sich durch das Gesicht meines Gegenübers und eine der Damen an der anderen Tischseite muss sich sichtlich bemühen nicht den im Mund befindlichen Kaffee durch die Luft zu prusten. Nur eine Sekunde später ertön dreistimmiges Lachen und Frau muss sich am Tisch festhalten, drohen sie doch sonst von der Bank zu kippen. Als endlich wieder genügend Luft in Petras Lunge kommt um zu sprechen, bekommen ich unter Tränen des Entzückens einen „Trockenen Hals“ erklärt.

In meinen Bildern ausgedrückt, ist das wie bei einer Jeans. Wenn sie trocknet, läuft sie ein wenig ein und sitzt enger am Bein und so ist ein Trockener Hals der Ausdruck dafür, dass am Hals des Hundes nicht unnötig viel Haut rumschlabbert. Nicht das ich jetzt ablenken wollen würde, aber ich futtere mich erstmal an Heidis Rhabarberkuchen knuffig, bis mein Farbton wieder zu meiner Dogge passt. Erinnerungen kommen hoch, ähnelt der Kuchen doch sehr Omas Küche und sucht in Konsistenz und Geschmack seines Gleichen. Ein Himmelreich für Schlemmerköppe.

Als unser Nächster steigt Vulcano in der Ring und integriert sich in ein Rudel maskuliner Schönheiten, wie sie bisher noch nicht durch die Arena gelaufen sind, oder anders: Schwarz – Offene Klasse Rüden. Oberstes Ziel ist ein Platz auf dem Treppchen und am Ende kommt die stolze Besitzerin mit einem V3 und dem erfüllten Ziel glücklich aus dem Ring. Herzlichen Glückwunsch ihr beiden zu einem weit mehr als nur respektablen Ergebnis.

Es folgt die lästigste alles Phasen, das Warten, das unsere V1-Gewinner das Stechen um die Auszeichnung „Bester aller Farben“ bestreiten dürfen. Da bleiben diesmal Mascha und Queen Hannah denn es muss der erste Platz und ein Vorzüglich her, sonst darf man an der BAF-Ausscheidung nicht teilnehmen. Wirklich schade ist nur, dass jetzt Masha und Queen Hannah gegeneinander antreten müssen und es nur Sieg oder Niederlage gibt. Die anderen Hundemädchen im Ring schnell vergessen, zeigt sich bei der Bewertung eine unentschlossene Richterin, die sich offensichtlich zwischen zwei der Kandidaten nicht entscheiden kann – und zögert. So wechseln ihre Augen schnell zwischen den beiden hin und her, vermutlich nochmal im Abgleich all der feinen Details, die es jetzt so treffsicher wie nur möglich zu beachten gilt. Gefleckt – Gestromt, Gestromt – Gefleck, oder wie wir sagen würden, Masha – Queenchen, Queenchen  – Masha,  immer wieder in schneller Abfolge. Unsere Beiden im Shoot-Out. Oh wie gemein! Endlich die Entscheidung und sicher nicht leicht gefallen, gewinnt Queen Hannah das BAF und darf damit am Ende um das BIS ins Rennen gehen.

Die Doggen meiner Reisegruppe sehen ein wenig so aus, als hätten sie echt genug vom Tag und so entscheiden Ela und ich uns dazu schon einmal den Pokal und die Papiere einzusacken und uns auf den Weg nach Hause zu machen. Alles eingepackt und ab in den kurz gelüfteten Bulli finden wir heraus, dass unser Erdbeer-Laborversuch ein voller Erfolg war. Kaum auf der Autobahn zur Heimat erreichen uns auch schon die letzten Bilder der heutigen Ausstellung, auf denen ein süßes Doggenmädchen aus der Jugenklasse zu sehen ist, das die Ausstellung dann wohl gerockt hat: Queen Hannah vom Dünner Land mit dem Titel „Best in Show“.

Heute tragen Champions gestromt!

Die Fahrt nach Hause verläuft ebenso angenehm, wie die Anreise, allerdings fällt die Anspannung nun so langsam von uns ab und wir freuen uns auf Bett und Körbchen. Endlich zu Hause trudeln dann auch die Nachrichten der anderen ein. Alle sind heile zuhause angekommen und rundum zufrieden mit einem wunderschönen Tag, mit tollen Hunden, netten Menschen und ausreichend viel zu lachen.

Die Ergebnisse des Tages lauten also wie folgt:

Nabuco vom Hollenstein vv1,
Major vom Hollenstein V2, Res. CAC-J, Res. VDH-J
Vlóki in Flagranti SG1
Masha vom Hollenstein V1, CAC-J, VDH-J
Queen Hannah vom Dünner Land V1, CAC-J, VDH-J, BAF, BIS
F`Vulcanno of Pink House V3
Erdbeeren in einer Tupperdose, die den ganzen Tag in einem schwarzen Bulli warten sind am Ende des Tages durchgegart und schmecken nach – hat mal wer einen Beutel bitte?

Zwinger vom Hollenstein in Guter Hoffnung

Der Zwinger vom Hollenstein hat soeben einen anstehenden Wurf bekannt gegeben. Es werden für Anfang Juli gleich mehrere der entzückenden Doggen-Babies erwartet, die den letzten Untersuchungen nach putzmunter in unsere Welt platzen werden. Wir freuen uns auf den Nachwuchs und wünschen Horst & Edith alles Gute, eine entspannte Geburt und viele kleine Racker und Rackerinnen. Einzelheiten zu dem Wurf findest Du auf der neuen Seite Welpen unter dem Menüpunkt Zucht.

Workshop-Wochenende 30.06.-01.07.2018

Warum heißt ein Workshop Workshop? Na, weil man da Work shoppt!

Unsere Vorbereitungen laufen auf vollen Touren und das schon seit einigen Tagen. Alle sind dabei und putzen, basteln, malen, backen, kochen oder sind auf ihre Weise kreativ. Nicht zu weit weg, aber doch ‘ne Ecke von unserer kleinen Hupla-Welt entfernt, ergeht es fremden Menschen ganz ähnlich. Dort wird zusammengestellt was das Zeug hält. Trainingsgerät, Campingausrüstung, alles für den Schatz und nicht zu vergessen, ein Trainingsplan, der uns spannend und facettenreich durch das Wochenende führen soll. Und während unsere Gäste die Aufgaben sortieren und verteilen, wird bei uns nochmal schnell der Rasen gemäht.

Samstagmorgen stopfe ich also das Auto bis unter das Dach voll mit Wechselklamotten, Wasserkanistern, Campingstuhl, -bett und Kuchen und wo ich gerade so auf dem Weg zur Fahrertür bin kommt mir die Idee des Tages. Bei so viel Spaß den ich dieses Wochenende auf dem Hundeplatz haben werde, da könnte ich ja auch glatt meinen Hund mitnehmen, der wird sich freuen. Also umgedreht zum Haus und, als ob er es schon erwartet hätte, steht mein Vlóki fertig gemacht an der Tür, muss wohl die gleiche Idee gehabt haben. Hund im Kofferraum geht es nun also los nach Lage. Knapp eine Stunde fahren wir durch schönstes Wetter und meine gute Laune hilft mir die Idioten vor mir auf der Straße und den Blitzer am Straßenrand zu verdrängen. Etwas davon wird sich wohl dauerhaft nicht ganz vergessen lassen.

Auf dem Platz angekommen kribbelt es in Bauch und Rücken. Der Parkplatz ist voll und noch nie habe ich auf unserem Trainingsgelände so viele Hunde und Menschen erlebt. „Ich werd’ verrückt“, denke ich bei mir und warte insgeheim darauf, dass jemand sagt: “Bist’e eh schon!“ Kurz um die Ecke gelugt, werde ich vom Vorstand entdeckt und freudig begrüßt. Und wo ich mich noch wundere, dass Menschen sich sichtlich freuen mich zu sehen, obwohl wir uns noch nie zuvor getroffen haben, stellt sich Multitasking bei mir ein. Zeitgleich mit dem Gefühl von ganzem Herzen willkommen zu sein, finden meine Augen das bereits ausgebaute Hauswasserwerk und meine Ohren fangen ein „Kannst du das bitte reparieren?!“ ein. War ja klar, dass die Scheißkiste genau dann kaputt geht, wenn sie am nötigsten gebraucht wird. Scheißkiste meint übrigens das Hauswasserwerk, nicht die Toilette, auch wenn das am Ende hoffentlich wieder zusammenhängt.

Brav Hallo gesagt, geht es also an die Pumpe, die nicht anlaufen will. Dank der Vor- und Mitarbeit unserer Gäste entlocken wir dem Druckmodul schnell seine Schaltschwäche, brechen das Plastikgehäuse runter und machen der Mechanik ein wenig Beine. Und siehe da die Pumpe rennt. Also rinn in den Schacht, merken dass Pumpe und ich zu dick sind um gemeinsam durch den Zugang zu passen, rausklettern Pumpe rein, Arne rein, anschließen und Feuer frei. Die Regenwasserversorgung tut wieder, Häschen wieder raus aus der Grube und Deckel drauf nicht vergessen. Jetzt kann das Wochenende starten.

In Ruhe begrüßen wir uns alle so durch die Runde und meine Augen gleiten ein wenig über den Platz, wo schon der erste Rally Obedience Parcours aufgebaut ist. Licht und Schatten wechseln auf dem Platz wie Milch und Schokolade im Stracciatella Eis, ein Traum von Tag mit ein bisschen zu wenig Schokolade. Da erscheint Conny mit weiteren Menschen aus dem Verborgenen ihres Wohnmobils, wo die ersten Strategien geschmiedet wurden, um uns fertig zu machen – also fertig, im Sinne von „gut vorbereitet“ für den weiteren Tag, versteht sich. Gruppen werden gebildet, Trainer instruiert und schon laufen die ersten Menschen, zunächst ohne Dogge, durch den Parcours, wo alle Stationen beäugt und erklärt werden. Immer wieder wird erzählt was es an der Station zu versuchen gilt und warum und wofür das nötig ist.

Einmal durch, durch den Parcours, zäumen wir also unsere Doggen auf und folgen, einer nach dem anderen, den Stationstäfelchen. Jeder von uns bekommt dabei einen Begleiter an die Seite, unter dessen Beobachtung Hund und Herrchen die Übungen verfeinern und die Abweichungen vom Zielerscheinungsbild lernen können. So steigen nun unsere Vierbeiner durch Leitern, springen über Hürden, krabbeln durch Treckerreifen und kucken erstaunt ihren Besitzern dabei zu, wie sie ein bis drei Runden um den eigenen Hund laufen. Ein Penny für die Gedanken von meinem Zebra, der mich vermutlich wieder für komplett bekloppt hält. Am Ende der Runde zeigt sich zumindest bei mir, dass ich aufholen muss in der Grundarbeit und dass für ein richtiges Rally Obedience noch einiges an Basisarbeit zu erledigen ist.

Die Mittagspause im geselligen Beisammensein, mit lecker Kadel-Bratwurst im Brötchen und mit Salat geht natürlich viel zu schnell um und wir machen weiter. Es folgt das Ausstellungstraining. Klassisch, erst Theorie, dann Praxis. Bei dem einen oder anderen Kaffee sitzen wir also zusammen und Horst erläutert die Grundlagen des Ausstellungswesens. Grob wird schon mal umrissen, auf was es bei einer Ausstellung ankommt, was ein Wertungsrichter sehen will und natürlich auch wie es auszusehen hat. Dann geht es um die Vorbereitungen für solch einen Tag und die ersten kleinen Tricks zu Fütterung, Halsschmuck und der Positionierung des Hundes. Als dann alle den Kaffee auf haben – also die Tasse leer – stellen wir Hund und Leinenhalter in den Ring. Dogge für Dogge durchläuft diese Prozedur und wird besprochen, ganz so als wäre es eine echte Ausstellung. Sehr schön arbeitet Horst die Unterschiede heraus wie sich ein Hund gut präsentiert und wann er das nicht tut, zum Beispiel wenn sein Besitzer direkt neben ihm steht. Während im Ring die Hunde neben dem Nicht-Frauchen stehen wechseln die Teilnehmer in die Rolle des Wertungsrichters und dürfen in den Ring, um beim jeweiligen Ausstellungsstück Zähne, Rute und bei den Rüden die Klöten zu kontrollieren. Mit Erstaunen konnte ich feststellen, dass alle Hunde sehr entspannt damit umgegangen sind, ein Bild, das sich auf einer Ausstellung gerne mal anders zeigt. Das zweite Staunen steht mir dann wohl im Gesicht, als ich abschließend bemerke, dass dem von mir kontrollierten Rüden nur noch die Fun-Klasse bleibt, denn wo nichts ist, kann auch ich nicht bis Zwei zählen.

Das Laufen im Ring ist dann die nächste Einheit und hier macht sich doch die ein oder andere Zigarette bemerkbar. Damit die Hunde sauber laufen, darf Frau Herrchen schon mal gerne ein paar Runden durch die 12×12 Meter wetzen. Der benötigte Platz für den Ring negiert leider auch jeden Schatten, sodass das Gerenne mit Hund gleich doppelt schlaucht. Am Ende haben wir aber auch das durchgestanden und ich diesmal sogar ohne dabei in die Käferchenstellung zu wechseln.

Nachdem wir ordentlich Verstecken gespielt haben, was den Hund aufmerksam werden lässt im Ring, beschließen wir uns nun dem Kuchen zu widmen und unsere vorhandenen Kinder in den anliegenden Teich zu schicken.

Der Hitze und den Erkenntnissen des Vormittags geschuldet, kommen wir anschließend zu dem etwas ruhigeren Teil unseres Wochenendes und so kümmert sich jeder von uns um die Problemchen die er bei sich in den Übungen entdecken konnte. Vlóki und ich entscheiden uns für das Hinterhand-Training und versuchen Conny alles zu entlocken, was uns in der Übungsvorbereitung hilft. Mit einem munteren rauf aufs Brett, runter vom Brett, rauf aufs Brett, runter vom Brett arbeitet sich mein Team so durch die Hirschwürstchen und in den Abend. Leider bekommt man viel zu wenig von all den anderen mit, ihren Trainingseinheiten und den Leistungen ihrer Hunde. So erhasche ich am Ende einer Übung gerade noch im Hintergrund, dass wir auch Flughunde trainieren und sehe wie eine Hündin die aufgebaute Hürde um das 3-Fache überspringt. Na wenn das nicht Happy ist?!

Ganz fasziniert vom Tag schleicht sich die Idee vom Abendbrot leise aus meinem Kopf und mir entgeht es vollends etwas anzubieten, aber gestört hat das wohl keinen (es tut mir trotzdem Leid und ich schäme mich auch ein bisschen dafür). Der erste Trainingstag ist damit leider schon zu ende. Alle versorgen ihre Hunde und werkeln an ihren Unterbringungsmöglichkeiten herum. Zelte werden auf- und Kleintransporter zu Schlafhütten umgebaut.

Mit eintreten der Dämmerung lichten sich etwas unserer Reihen. Die deren Heimweg nicht allzu weit ist oder für die Camping nicht opportun erscheint verabschieden sich nach und nach bis zum nächsten Morgen. Als sich das Tor hinter dem letzten Auto schließt, entgeht mir nicht Marcs suchender Blick. Fast erscheint es mir als würde er die Umgebung durchsuchen, ja geradezu Prüfen. Ist das Parkplatztor zu? Check! Sind die Hunde angeleint oder verstaut? Check! Ist der Hundeplatz auch sicher? Welche Angst fordert hier ihren Tribut? Mit der Hand vorm Mund räuspert sich Marc und ich meine ein „Dann hol’ ich ihn mal!“ vernommen zu haben. Er steht auf und verschwindet. Was holt er? Als er hinter seinem Auto wieder hervorkommt, erkenne ich ein fast lächerlich wirkendes Ende einer Leine in seiner Hand. Locker führt er es zwischen den Fingern, als wäre es sowieso egal ob Mann versuche es festzuhalten oder nicht. Silbern schimmert das Mondlicht auf dem nicht zu kurzen und etwas zotteligen Fell. Der bohrende Blick, dessen Fokus ich werde, und die Körpersprache machen sofort klar, „Ich beiße nicht, ich nehme mir Körperteile“ und die leicht rotbraun eingefärbten Lefzen suggerieren dabei eine gewisse Routine. Marc gleitet zurück in seinen Stuhl und mit einem Hauch von Baskerville tritt Othello aus dem Halbdunkel und schmiegt sich an sein Herrchen. Mit einem Funkeln in den Augen berichtet Marc von der Liebenswürdigkeit und Güte dieses Hundes, schließlich geht er sofort auf den Kopf, da leiden die Opfer nicht so lange.

Anscheinend schon sehr erfahren im Umgang mit Othellos Wirkung, organisiert Jochen Gitarre und Mundharmonika aus dem Truck und wirkt beruhigend auf uns ein. So endet der Abend mit etwas Bier, Sekt und Behrensen, eingedeutschtem Rock und gemeinsam angestimmten Texten deutscher Chansoniers. Zum Glück, meint Eric, bleibt mein Gesang frei von Gema-Gebühren, auch die können nicht kassieren, wenn alle Töne falsch sind und er fragt ob ich nicht lieber Pfeifen könne, am besten ohne Ton!

Mitten in der Nacht beschließt mein Rüde rüde zu werden und schlüpft um drei Uhr morgens in die Rolle des Wecke-Gockels. So stellt er sich von innen an die Zelttür und gibt ein Doggen typisches „Wer ist da? Ich fress’ dich!“ von sich, gut einen Meter von meinem Ohr entfernt. Auf magische Weise schläft mein Zeltgenosse weiter und ich beschließe dass man, bei 10 Doggen die Wache halten, schon ganz schön bescheuert sein müsste sich nachts auf diesem Parkplatz rumzudrücken.

Es ist 07:30 Uhr und nach und nach erwacht der Camping-Parkplatz zum Leben. Während Manuel und ich bereits am ersten Cappuccino werkeln zieht ein Menschenkind nach der anderen Dogge karawanenartig zum Toilettenstreifen, um etwas später mit erleichtertem Hund, beschwertem Kackebeutel und deutlich offeneren Augen zurück zu kommen und so beginnen wir anschließend mit den ersten Vorbereitungen für den Tag.

Zwiebeln schneiden, Brötchen holen, alle wuseln vor sich hin und in Windeseile ist der Tisch gedeckt, das Rührei fertig und wir sitzen fröhlich schmatzend vor der Hundehütte. Während wir gemütlich beisammen sind trudeln so langsam auch die Heim- und Hotelschläfer ein und mit steigender Sonne organisieren sich auch die nächsten Trainings.

Allen Fortschritten des ersten Trainingstages folgend, haben die OBIS, so nennen sich unsere Gäste, den zweiten Trainingstag aufgebaut und organisatorisch ein wenig angepasst. Zielgenau werden heute also einzelne, große Übungen in kleinstmögliche Trainingssegmente unterteilt, sodass unsere Hunde peu à peu trainiert werden können. Allein etwas so simples wie die Grundstellung – Hund und Halter befinden sich auf gleicher Höhe und in gleicher Richtung, während der Hund sitzt und das Herrchen ihn darum beneidet – lässt sich gut und gerne in 4 oder mehr Teilübungen zerlegen. Vlóki und ich beginnen mit dem einfachen Sitz, und ich bringe unter den Augen einer erfahrenen Hundehinsetzerin meinen Hund in Parkposition. Das freundliche Lächeln und die leicht feuchten Augen zeigen sofort wie professionell ich diese Übung bereits trainiert habe. „Das sieht doch schon gut aus!“ sagt sie und ich glaube zu verstehen, dass ein bochumer Sack Kartoffeln besser positioniert gewesen wäre als mein liebstes Gesteift, der mal wieder durch die Gegend glotzt, anstatt zu mir hinauf. Also übernimmt Renata ein paar meiner Hirschwürstchen nebst danach süchtigem Gefolge und vollführt in unvergleichbarer Eleganz eine kleine Drehung gefolgt von einem Hüftschwung, bei dem Vlókis Nase dem Leckerli folgt wie ein Bluthund einer angeschossenen Sau, dann kurz die Hand nach außen gedreht und mein verräterisches Mistvieh sitzt neben ihr als ginge es gleich vor den Altar. Eben war ganz klar mein Köter schuld an der Miesere, jetzt bin ich es, Mist! Ca. 15 Leckerlies später scheint mein Liebling jetzt auch bei mir dichter am Bein zu sitzen wenn wir fertig sind aber vermutlich nur, damit er sich nicht so lang machen muss um an die Belohnung zu kommen.

Nächste Teilübung: absetzen des Hundes und umrunden, ohne dass er seinen Platz verlässt. Klingt einfach, ist es auch, denn wir dürfen alle anderen Aspekte ausblenden und es geht in der Betrachtung nur darum, dass der Hund erst wieder aufsteht, wenn er das Kommando dazu bekommt. Aber was wäre die Natur, wenn sie mir nicht auch hier einen Strich durch die Rechnung machen würde und so beschließt mein Vierbeiner erstmal ein wenig durch die Gegend zu flippen, um dann einen warmweichen Berg an der nächsten Hecke zu bauen. Also Kackebeutel aufmunitioniert, den Abwurf eingesammelt und dann zurück zur Übung. Jetzt klappt es auf Anhieb und sogar während ich vor meinem Hund herumhampele kann er sich lange zusammenreißen und bleibt auf seinem Platz. Hoffentlich findet Nadine nicht heraus, dass er nur zu faul war sich in der Sonne zu bewegen und es zuweilen belustigend findet wenn er sitzt und ich renne.

Teil Drei, das dichte Umrunden, wobei der Hund von vorn an der rechten Seite des Herrchens vorbeidrängt, sich direkt am Rücken entlang drückt, um abschließend wieder nach rechts vorne weg zu galoppieren. Alles ohne Leine, geführt durch die Begierde etwas in die Schnauze zu bekommen. Also auf zu Marc in den Welpenring, wo diese Übung Hund für Hund durchexerziert wird. Marc lässt sich von mir ein paar meiner Hirschwürstchen geben und macht mir die Übung erstmal vor. Es läuft wie geschnitten Brot. Der Hund fegt auf Marc zu, passiert ihn, sanft streichelnd an seiner rechten Seite, biegt dann direkt ab um erstmal an der nächsten Hecke für urogenitale Erleichterung zu sorgen. Während er so vor sich hin strullt, könnte man fast meinen auch Doggenlefzen können grinsen und mit dem letzten Tropfen galoppiert Vlóki gefühlte 18 Runden durch das Gehege. „Wir haben dann jetzt wohl erst mal Pause“, meint Marc und geht mit mir die Übung schon mal trocken durch, ohne Hund. Also Leckerli in die rechte Hand, hinterm Rücken Wechseln und dann ein paar Meter nach vorn rechts ins Gras schmeißen. Während der Hund das Leckerli aufnimmt soll ich dann die Position wechseln, damit Monsieur nicht weis wo ich stehe, sondern mich aktiv suchen muss. Wenn ich mich solange wegbewegen soll, wie Meiner nach dem Leckerli sucht, dann kann ich noch Trainingsequipment aus Bochum holen, der ist nämlich taub auf beiden Nasenlöchern. Nachdem Vlóki sich nun wieder entspannt hat bekomme ich auch wieder seine Aufmerksamkeit und wir beginnen damit Hirschwurst-Bäumchen zu pflanzen. Also Anlauf von rechts, rum um mich und ab mit der Wurst zum Einsammeln, was mein Hund prompt erledigt und während ich es nicht fassen kann wird mir klar, dass ich mich vor Staunen nicht wegbewegt habe. Wer hat es verkackt? Arne hat es verkackt! Ob Hunde intelligent sind? Meiner führt mich hier vor wie ‘ne Handpuppe am Kindergeburtstag! Drei, vier Runden später hat mein Würstchengrab alles aufgesammelt, was ich weggeschmissen habe und das Umrunden wird etwas zäh, also beschließen wir es erstmal gut sein zu lassen und mit einer erfolgreichen Übung zu enden.

MITTAAAAACH!!! Richtig lecker, richtig heiß bringt Wolfgang seine hausgemachte Gulaschsuppe direkt an den Tisch und beginnt sie mit liebe und Brötchen zu verteilen. Es geht doch nichts über einen Doggen liebenden Schlachtermeister in der eigenen Ortsgruppe. Wolfgang, das Essen war wie immer der Hit. Vielen, lieben Dank!

Nach dem Essen und etwas Ruhe für alle Beteiligten haben wir dann noch ein wenig Zeit uns nochmal an unsere Herausforderungen bei dem Neuerlernten heranzutrauen und noch die ein oder anderen Informationen und Adressen auszutauschen.

Müde und zufriedene Gesichter tummeln sich auf dem Platz und nach und nach verabschieden sich unsere Gäste von uns mit einer dicken Umarmung und ein klein wenig Pippi in den Augen, aber eins ist mal klar: „Wir sprechen uns noch, Freunde!!“

Beim Aufräumen und Herrichten des Hundeplatzes träume ich schon von den beiden Tagen und all den Impressionen. Von den Menschen, ihren Hunden. All den Geschichten, meiner neuen Traumfrau und einer gefleckten Dogge, die schneller im Platz ist als ich Erdbeere sagen kann. Meiner bräuchte da ein Oberweserdampfschifffahrtsgesellschaftskapitänsmützenhalter und damit hätten wir dann das Sitz.

Für mich und meinen Vlóki, war es wohl das gelungenste Wochenende dieses Jahres. Wir haben viel gelacht, geübt, getobt, gelobt und verkackt. Und das mit Spaß. Also vielen Dank liebe Edith, dass Du uns zusammen auf diesen Platz gebracht hast. Und auch Dir, lieber Horst, ein dickes Danke für Ringtraining, einen Ausstellungsalmanach, Tipps, Tricks und Verhaltenstraining. Und nicht zu vergessen das Messen und Bewerten aller Hunde. Haben wir eigentlich Othello nicht gemessen, weil sich das keiner traut?

Und danke, liebe Conny. Danke für die Geduld, die Ruhe und den Spaß am Erklären und Üben. Danke für die Vorbereitung und die Mühen, mit denen Du und Dein Team das alles auf die Beine gestellt habt und dass Du solange weiter machst bis auch so ein Flohhotelbürster wie ich es verstanden hat. Ihr seid eine tolle Truppe und ihr seid tolle Typen. Jede(r) einzelne von Euch!!

Wie also fasse ich so ein Wochenende nun zusammen, wo Worte kaum wiedergeben können was wir erlebt haben……….. Renata !?

!!!!! STÖÖÖSSCHEEN !!!!!

Hupla räumt auf (Edition 2019)

Arbeitseinsatz im März (23./24.)

Der Winter war warm und gnädig zu Flora und Fauna und diese Mistviecher haben das schamlos ausgenutzt. Wir rufen nun also unsere Mannen zu den Waffen und wollen in Heerscharen dem Feind entgegentreten. Wir werden ihn rupfen, schneiden, stechen, hacken, sägen und anschreien falls das nötig ist. Wir werden nicht nur Feuer und Flamme sein, sondern voller Leidenschaft des Gleichen einsetzen und die Höllenfeuer der Vernichtung über ihn herabregnen lassen.

Geplant haben wir das Wochenende vom 23. und 24. März für eine gemeinsame Aktion. Dabei wird es wie üblich einiges zu tun, zu verzehren und zu schmunzeln geben, was wir natürlich niemandem vorenthalten wollen, der sich daran beteiligen möchte. (Ob der 24. auch nötig sein wird, werden wir kurzfristig am 23. beraten.)

Starten soll das Ganze um 11:00 Uhr, außer bei Tiefschnee, Sturmflut, Hagel oder Platzregen, dann geht es früher los, damit wir alles schaffen – War nur Spaß, dann fällt es natürlich aus! Bitte nicht vergessen, einer müsste pünktlich sein und den Kaffee ansetzen, sonst lohnt sich das Zuspätkommen nicht.

Wolfgang Kadel hat in gewohnter Weise schon vorgelegt und verspricht leckerste Würstchen für den von ihm gespendeten Grill. Lieber Wolfgang:

DANKE SCHÖN, DU BIST DER BESTE!

Ja, Torben, ich weis dass Du die Würstchen baust….aber M schenkt sie uns 🙂

Also:

Zu den Waffen Brüder und Schwestern!

Apropos Waffen, für unsere Mitstreiter aus der Nähe von Hameln, hier noch die freigegebenen Gattungen:

Wer hat und mitbringen kann sollte sich bitte mit Knieschonern, Handschuhen, Handfeger und Kehrblech, Besen und Schaufel, Astschere, Fotoapparat und Fugenkratzer sowie dem vermuteten Wetter angepasster Bekleidung ausstatten. Und damit wir uns nicht auf dem Platz Schach-Matt setzen, sollten wir die Verwendung von Massenvernichtungswaffen gut absprechen und Hinweise zum Mitbringen von Großgerät bitte an unseren 2. Vorsitzenden oder in der HUPLA-Gruppe anmelden. Hierzu zählen Schubkarren, Kettensägen (obwohl man davon nie genug haben kann), Flammenwerfer, Rasentrimmer und natürlich Laubbläser, von denen einer genauso gesetzt ist wie des Kadels Würstchen, ne Horst 😉

Für den Abtransport des Mülls könnten natürlich ein paar „blaue Säcke“ auch hilfreich sein, viel wird es aber sicher nicht werden.

Ich hoffe ihr könnt es auch kaum noch abwarten, also haltet euch bis dahin fit und gesund!

P.S.: @Torben: Bei jedem einzelnen Bissen, schmeckt man die Liebe und Leidenschaft, mit der die Würstchen zubereitet werden, also…….Danke schön dafür, Du stehst Wolfgang in nichts nach!